Gesellschaft für Gestalttheorie und ihre Anwendungen e. V.

SOCIETY FOR GESTALT THEORY AND ITS APPLICATIONS

Das Problem der Wirkung

11. wissenschaftliche Arbeitstagung der GTA

Graz, 11.-14. März 1999


Tagungsprogramm (Stand: 16.09.99)

Einführung
Festvortrag
| Plenarvorträge | Arbeitskreise | Podiumsdiskussion | Tagungskomitee | Anmeldung/Teilnahmegebühren Programmaktualiserung
Kurzbeschreibungen der Vorträge und Arbeitskreise/Short abstracts


„Welcher Art muß ein Geschehen sein, damit es ohne starre Festlegungen geordnet verlaufen kann, damit es fähig ist zur Erhaltung vorhandener, zur Wiederherstellung gestörter, zu Ausbildung neuer, oft höherer Ordnung?“

aus: Wolfgang METZGER (1963). Psychologie. Die Entwicklung ihrer Grundannahmen seit der Einführung des Experiments, 7. Kapitel: Das Problem der Wirkung, S. 241. Darmstadt: Steinkopff

Die alle zwei Jahre stattfindende internationale Wissenschaftliche Arbeitstagung der GTA wird 1999 zum zweiten Mal in Österreich abgehalten. Dem multidisziplinären Zweck und Charakter der GTA entsprechend werden auch bei dieser 11. Arbeitstagung Themen aus unterschiedlichen Wissenschafts- und Anwendungsbereichen auf der Tagungsordnung stehen und in Vorträgen und Arbeitskreisen behandelt werden. Gemeinsames Leitthema ist dabei - in Anlehnung an eine gleichlautende Kapitelüberschrift aus Wolfgang Metzgers "Psychologie" Das Problem der Wirkung.

Fragen der Wirkung werden im Rahmen der Tagung an konkreten Fragestellungen der Pädagogik, der Psychotherapie, der klinischen Diagnostik, der Ökonomie und Organisationsentwicklung behandelt werden. Es ist bereits zur guten Tradition der Arbeitstagungen der GTA geworden, ein Ort der Begegnung, des Meinungsaustausches und des Bemühens um sinnvolle Integration mit Wissenschaftlern, Forschern und Praktikern anderer Denk- und Schulrichtungen zu sein, die mit der Gestalttheorie und Gestaltpsychologie der Berliner Schule (Wertheimer, Köhler, Koffka, Lewin) Ansätze und Anliegen teilen und an einem fruchtbaren Austausch interessiert sind. Dies spiegelt sich auch im Programm der nun stattfindenden Tagung wieder. Das ausführliche schriftliche Tagungs-Programm erscheint Anfang November 1998. Da die Beiträge zur Tagung jedoch bereits fixiert sind, geben wir auf dieser Seite eine Vorschau darauf.

Gastgeber der Tagung sind die Institute für Medizinische Psychologie (Univ.-Prof. Dr. Walter Pieringer) und für Erziehungswissenschaften (Univ.-Prof. Dr. Helmut Seel) der Universität Graz.

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Ehrenschutz / Patronage:

Eleonora HOSTASCH, Bundesministerin für Arbeit, Gesundheit und Soziales der Republik Österreich

Dr. Caspar EINEM, Bundesminister für Wissenschaft und Verkehr der Republik Österreich

Alfred STINGL (Bürgermeister der Stadt Graz)

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Festvortrag: Prof. Anne Harrington

Freitag, 12. März 1999, 19.00 Uhr

(Harvard University, Cambridge, USA)

Kurt Goldstein's Neurology of Wholeness and Healing: a Weimar Story and its Lessons for Today

Any possible distinction between curing and healing is one that is too infrequently pondered in our own era of high-tech „quick fixes“ for ailments. This lecture will raise questions about the place of "healing" as a value and goal in neurology and in our society in general, by telling the story of Kurt Goldstein, a holistic neurologist with close ties to the Gestalt psychologists; a man who worked with brain-damaged soldiers during World War I and came, in the context of that work and the broader cultural imperatives of his time, to ask a question we can still "hear" today: can we be rigorous scientists of the human mind and brain and still do justice to the existential sufferings of human beings in distress?

Publication: Reenchanted Science. Princeton University Press, 1996

Anne Harrington is professor for the history of science, specializing in the history of the modern mind, brain and behavioral sciences. She is currently co-Director of the Harvard Interfaculty Initiative in Mind, Brain and Behavior, and a consultant to the MacArthur Foundation Research Network on Mind-Body Interactions. The author of numerous scholarly articles, she has also published several books: Medicine, Mind and the Double Brain (1987), Reenchanted Science (1996), and The Placebo Effect (ed) (1997).

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Plenarvorträge

Zeit

Referent (Hyperlink zu den Angaben zur Person)

Thema (Hyperlink zum short abstract)

Freitag, 9.30-10.15

Prof. Dr. Walter Pieringer

Alfred Adler: Zur Biologie der Sinnstiftung

Freitag, 10.15-11.00

o. Univ. Prof. Dr. Helmut Seel

Gestalttheoretische Grundlagen des Exemplarischen Lehrens

Freitag, 11.30-12.15

Dr. Marianne Soff & Michael Ruh

Kernbegriffe der Individualpsychologie unter gestalttheoretischem Aspekt

Freitag, 12.15-13.00

Dr. Herbert Fitzek

Gestalten „handeln", Max Wertheimer über Wirkungsverhältnisse des aktuellen seelischen Geschehens




Festvortrag
Freitag, 19 Uhr

Prof. Anne Harrington

Kurt Goldstein’s Neurology of Wholeness and Healing: a Weimar Story and ist Lessons for Today




Samstag, 9.00-9.30

Prof. Dr. Gisela Kubon-Gilke

Ökonomik und Gestalttheorie

Samstag, 9.30-10.15

Prof. Dr. Dr. Franz Haslinger

Moral und Wirtschaftsprozesse

Samstag, 10.15-11.00

Prof. Dr. Renate Schubert

Risikoverhalten bei Anlageentscheidungen - Unterscheiden sich Frauen und Männer?

Samstag, 11.30-12.15

Prof. Dr. Ernst Plaum

Weshalb fährt der IC 781 am 26. Geburtstag von Sabine M. um 13.49 Uhr mit einer Geschwindigkeit von 82,5 km/h durch den Bahnhof Eichstätt?
Oder: Das Elend mit der Suche nach reinen Wirkfaktoren in einer hochkomplexen Realität

Samstag, 12.15-13.00

Dr. Gerhard Stemberger

Gestalttheoretische Beiträge zur Psychopathologie

Samstag, 18.30-19.30

Wolfgang-Metzger-Preis 1999
Preisverleihung an:

Giovanni Bruno VICARIO, Yoshie KIRITANI, Steven LEHAR, Geert-Jan BOUDEWIJNSE mit Vortrag

Giovanni Bruno VICARIO and Yoshie KIRITANI
Slow-motion tunnel effect
[veröffentlicht in
Gestalt Theory 2/99]




Sonntag, 9.00-9.45

Dr. Mauro Antonelli

Vittorio Benussi und die Grazer Schule - Produktionstheorie versus Gestalttheorie

Sonntag, 9.45-10.30

Geert-Jan Boudewijnse

The Rise and Fall of the Graz School
[veröffentlicht in Gestalt Theory 2/99]

Sonntag, 10.30-11.15

Steven Lehar

Gestalt isomorphism
and the quantification of spatial perception

[veröffentlicht in Gestalt Theory 2/99]

Sonntag, 11.30-12.15

Prof. Dr. Jürgen Kriz

„Effektivität" - ein goldenes Kalb unserer Zeit

Sonntag, 12.15-13.00

Dr. Hans-Jürgen Walter

Laudatio zum 100. Geburtstag von Wolfgang Metzger
[veröffentlicht in Gestalt Theory 2/99]

Anschließend

Podiumsdiskussion zum Tagungsthema: „Das Problem der Wirkung“

Moderation: Dr. Hans-Jürgen Walter

Professor Tholey verstarb im Dezember 1998, das Abstract zur Tagung hat er noch kurz vor seinem Tod eingereicht.

Prof. Dr. Paul Tholey

Ein neuer Ansatz zur psychophysischen Problematik - die kausale Interpretation der Quantenfeldtheorie: Von Wolfgang Köhler zu David Bohm



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Arbeitskreise

Zeit

Referent (Hyperlink zu den Angaben zur Person)

Thema (Hyperlink zum short abstract)

Freitag, 15.30-17.45

Dörthe van der Voort & Beate Weitkemper

Arbeitskreis Pädagogik: Gestalttheorie und Erziehung
Schule und Kindergarten ein Ort schöpferischer Freiheit?

Freitag, 15.30-17.45

Dr. Marianne Soff & Michael Ruh

Arbeitskreis Psychotherapie: Individualpsychologie und gestalttheoretische Psychotherapie

Freitag, 15.30-17.45

Dr. Herbert Fitzek

Gestalttheorie und Wirkungsforschung
mit Beiträgen von

1. Dipl.-Psych., Mag. Phil., Mag. Theol. Andreas M. Marlovits:
Leistungsgestalten. Zur psychologischen Wirkung von Hochleistungssport

2. Marianne Küttner:
Beitrag der Gestaltpsychologie zur Werbewirkungsforschung




Samstag, 15.30-17.45

DDr. Dieter Zabransky, Dr. Eva Wagner-Lukesch & Dr. Brigitte Lustig

Einführung in die Gestalttheoretische Psychotherapie

Samstag, 15.30-17.45

Prof. Dr. Ernst Plaum

Gestaltpsychologische Leistungsdiagnostik am Beispiel des „Würfelkastens" nach Gottschaldt

Samstag, 15.30-17.45

Prof. Andrzej Zuczkowski

„You make me feel...": Gestalttherapy and Gestalttheory on emotional causality in interpersonal relations



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Podiumsdiskussion: Das Problem der Wirkung

Moderation: Dr. Hans-Jürgen Walter

Mit verschiedenen Teilnehmern der Tagung

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Tagungskomitee

Dr. Hans-Jürgen Walter (D - Biedenkopf), Dr. Gerhard Stemberger (A - Purkersdorf), PD Dr. Gisela Kubon-Gilke (D –Darmstadt), Dipl. Psych. Michael Ruh (D - Rosenthal), Dr. Marianne Soff (D - Heppenheim), Prof. Dr. Jürgen Kriz (D - Osnabrück), Dr. Brigitte Lustig (A - Wien), Dr. Eva Wagner-Lukesch (A - Wolfsgraben), Dr. Dr. Dieter Zabransky (A - Burgschleinitz), Mag. Uta Wedam (A - Graz), Dr. Herbert Maier (A - Graz), Prof. Dr. Walter Pieringer (A - Graz)

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Anmeldung

Anmeldeunterlagen erhalten Sie ab dem 1.11.1998 bei der
Geschäftsstelle der GTA, c/o Dipl.Psych. Michael Ruh, Klause 26, D-35066 Frankenberg, Deutschland
T +49 6451 716700, eMail gestalttheorie.gta@t-online.de

oder beim

ÖAGP-Tagungsbüro, A-1180 Wien, Schopenhauerstraße 48/6, Österreich
Tel. und Fax (+43) 1 - 406 46 61.eMail: oeagp.gtp@ibm.net

Teilnahmegebühren

bei Anmeldung und Einzahlung bis 15.1.97:

Gesamte Tagung

GTA-Mitglieder

Nicht-Mitglieder

Regelbeitrag

195,00 DM

1.350 ATS

235 DM

1.630 ATS

Studenten
(gegen Vorlage des Studentenausweises)

155 DM

1.070 ATS

195 DM

1.350 ATS

bei Anmeldung nach dem 15.1.97: obige Tarife plus 210 ATS/ 30 DM

Die Tagungsgebühren beinhalten Pausengetränke (Kaffee oder Tee) und Pausenverpflegung (belegte Brötchen bzw. Kuchen) in den Kaffeepausen. Das Mittagessen und Abendessen kann in Restaurants in der Nähe des Tagungsortes eingenommen werden.

Tageskarte

GTA-Mitglieder

Nicht-Mitglieder

Regelbeitrag

90 DM

605 ATS

110 DM

735 ATS

Studenten
(gegen Vorlage des Studentenausweises)

70 DM

475 ATS

90 DM

605 ATS



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Programmaktualisierungen

Wenn Sie Informationen über Aktualiserungen des Tagungsprogramms erhalten wollen, geben Sie bitte hier Ihre eMail-Adresse ein:



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E-Mail:gestalttheorie.gta@t-online.de


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