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Fachspezifische Psychotherapie-Ausbildung
Gestalttheoretische Psychotherapie (GTP) |
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Die Gestalttheoretische Psychotherapie ist ein erlebnisorientierter tiefenpsychologischer, ganzheitlicher und systemtheoretischer Ansatz, der sich von der Gestaltpsychologie der Berliner Schule (Wertheimer, Köhler, Koffka, Lewin, Goldstein) mit ihrer 100-jährigen Theorie-, Forschungs- und Anwendungstradition ableitet und auf einem humanistischen Menschenbild gründet.Sie ist mit der von Fritz Perls und anderen entwickelten Gestalttherapie, die ebenfalls gestaltpsychologische Wurzeln hat, verwandt, stellt jedoch eine eigenständige Richtung im Spektrum der gestalttherapeutischen Schulen dar. Die Bezeichnung Gestalttheoretische Psychotherapie verweist auf die wissenschaftliche Fundierung der Methode als gestalttheoretisch begründete Psychotherapie, bedeutet jedoch keineswegs eine einseitig theoretische Ausrichtung der Methode oder eine einseitig theoretische Ausrichtung der Therapieausbildung. Das praxisorientierte Verhältnis zur Theorie in Methode und Ausbildung läßt sich vielleicht am besten mit Kurt Lewin's berühmtem Ausspruch charakterisieren: "Nichts ist so praktisch wie eine gute Theorie." Anfang 1994 wurde die ÖAGP durch Bescheid des Gesundheitsministeriums als fachspezifische psychotherapeutische Ausbildungseinrichtung anerkannt. Die ÖAGP ist Mitglied des Österreichischen Bundesverbandes für Psychotherapie (ÖBVP) und der European Association for Psychotherapy (EAP). Sie ist im Psychotherapie-Beirat beim Gesundheitsministerium mit Sitz und Stimme vertreten. |
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Die ÖAGP besteht seit 1985 als eigenständige psychotherapeutische Fachvereinigung in Österreich. Sie ist der österreichische Zweig der Sektion Psychotherapie der internationalen Gesellschaft für Gestalttheorie und ihre Anwendungen (GTA). Neben der psychotherapeutischen Aus-, Fort- und Weiterbildungstätigkeit fördert die ÖAGP das Engagement ihrer Mitglieder und Ausbildungsteilnehmer/innen für die eigenständige Anwendung gestalttheoretischen Gedankenguts im psychosozialen Feld, in Forschung und Wissenschaft. Als wissenschaftliche Zeitschrift steht der ÖAGP dabei die internationale multidisziplinäre Zeitschrift GESTALT THEORY der GTA zur Verfügung, als Mitgliederzeitschrift gibt die ÖAGP darüber hinaus die ÖAGP-Informationen heraus, die neben einem Ausbildungs- und berufspolitischen Informationsteil theoretische Beiträge und Diskussionen zu Fragen der Grundlagen und Anwendungen der Gestalttheoretischen Psychotherapie enthält. Die Anfänge der Ausbildung in Gestalttheoretischer Psychotherapie in Österreich gehen auf das Jahr 1979 zurück, als im Rahmen des ASG (Arbeitskreis für Sozialpsychologie und Gruppendynamik) die 'Sparte Gestalttherapie / gestalttheoretisch begründete Psychotherapie' ihre Tätigkeit aufnahm. Im Jahre 1985 wurde als selbständige Nachfolgeorganisation dieser ASG-Sparte die Österreichische Arbeitsgemeinschaft für Gestalttheoretische Psychotherapie (ÖAGP) als nationaler Zweig der internationalen Sektion Psychotherapie der GTA gegründet. |
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Die fachspezifische Ausbildung in Gestalttheoretischer Psychotherapie ist in der Ausbildungsordnung geregelt. Die Ausbildung kann bei Erfüllung der sonstigen Zugangsvoraussetzungen nach Abschluß des psychotherapeutischen Propädeutikums begonnen werden und dauert mindestens fünf Jahre, im Schnitt etwa sechs bis sieben Jahre. Nach erfolgreicher Absolvierung kann die Eintragung in die Psychotherapeutenliste beim Gesundheitsministerium mit der Zusatzbezeichnung Gestalttheoretische Psychotherapie (GTP) erfolgen. Die Kosten der fachspezifischen Ausbildung betragen
derzeit (excl. Fahrt- und Unterbringungskosten) ca. 22.600 €.
Diese im Vergleich zu anderen Psychotherapie-Ausbildungen relativ geringen
Kosten ergeben sich aus verschiedenen Umständen: Die ÖAGP
ist eine relativ kleine psychotherapeutische Ausbildungseinrichtung,
die keinen kostenaufwendigen Apparat unterhält, dementsprechend
aber auch in hohem Maß auf Selbstorganisation und wechselseitige
Unterstützung der Mitglieder und Ausbildungsteilnehmer/innen zählt
(rechnen Sie also nicht mit einem durchgestylten Service-Apparat). Die
ÖAGP ist weiters in allen Bereichen darum bemüht, den Ausbildungsteilnehmer/innen
faire und tragbare Tarife für alle Ausbildungsbestandteile zu bieten
und garantiert über ihre Tarifordnung auch transparente und verbindliche
Kostenstrukturen. Zu Ihrer Information können Sie hier den Ausbildungsvertrag
einsehen und die Tarifordnung in den
jeweils aktuellen Fassungen herunterladen. |
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Interessenten an einer fachspezifischen Ausbildung, die sich schon einmal orientieren und die Gestalttheoretische Psychotherapie in eigener praktischer Erfahrung kennenlernen wollen, wird die Teilnahme an einem der jedes Jahr zu mehreren Terminen angebotenen Selbsterfahrungs-Seminare empfohlen (Anrechenbarkeit auf Selbsterfahrung im Propädeutikum ist mit Propädeutikums-Leitung abzuklären). Auch dazu finden Sie untenstehend Links zu weiterführenden Informationen. Formlose Auskünfte zur Ausbildung können Sie bei dem Ausbildungskandidaten und Psychotherapeuten in Ausbildung unter Supervision Thomas Zusanek ( )einholen (Tel. 0699/19529717). Hier finden Sie ein paar Stellungnahmen über die Ausbildung von Personen, die die Ausbildung durchlaufen haben und die Ihnen auch für weitere Auskünfte zur Verfügung stehen. Derzeit hat die Ausbildungstätigkeit der ÖAGP ihren Schwerpunkt
in Ostösterreich. Anfragen zu den Ausbildungsmöglichkeiten
in Westösterreich bitte per Email an Dipl.Psych. Rainer Kästl
(
), in der Steiermark bzw. in Kärnten an Mag. Uta Wedam:
Tel. 0316/57-41-09 bzw. 0664/4789516 Gestalttheoretische Psychotherapie findet Anwendung in der Einzel-, Paar-, Familien- und Gruppentherapie, sowie in der Beratung und Supervision.Wenn Sie eine gestalttheoretisch orientierte Psychotherapeutin / einen Psychotherapeuten mit Spezialisierung auf die Psychotherapie mit Kindern, auf dem Gebiet der Psychosomatik, der Suchttherapie, der Psychosentherapie oder anderer Spezialgebiete suchen, finden Sie Hinweise auf solche Spezialisierungen in der Liste der Gestalttheoretischen Psychotherapeut/innen (klicken Sie dazu auf den untenstehenden Link zur Liste von GTP-Therapeutinnen) oder wenden Sie sich an die ÖAGP (Email: ). |
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Letzte Bearbeitung: 26.05.2007
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