Die Gesellschaft für Gestalttheorie und ihre Anwendungen e. V. (GTA)

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GTA tagungen

GTA Tagungen

Seit Gründung der Gesellschaft für Gestalttheorie und ihre Anwendungen 1978 wurden Tagungen und Kongresse organisiert, um die gestalttheoretische Perspektive im wissenschaftlichen Diskurs und in diversen Praxisfeldern sichtbar zu machen und angemessen zu vertreten.

Die internationalen wissenschaftlichen Arbeitstagungen der GTA finden seit 1979 regelmäßig statt. Sie werden jeweils in Kooperation mit einer Universität oder Akademischen Institution veranstaltet. GTA-Tagungen haben bereits in mehreren europäischen Ländern stattgefunden, außer in Deutschland und Österreich auch in Polen und mehrmals an Universitäten in Italien.

Alle zwei Jahre treffen sich GTA-Mitglieder und an der Gestalttheorie interessierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zum multidisziplinären Austausch über Weiterentwicklungen und neue gestalttheoretische Projekte. In Vorträgen, Workshops, Posterbeiträgen informieren sie sich über ihre Forschungen und Praxisanwendungen und diskutieren Bezüge zu neuen Strömungen in ihren wissenschaftlichen Arbeitsfeldern. Attraktive Rahmenprogramme bereichern die Treffen, und besonders die persönlichen Begegnungen inspirieren zu Weiterentwicklungen und Kooperationen.

Aktuelle Tagung

Prof. Dr. Silvia Bonacchi

Wir trauern um Silvia Bonacchi (1966 –2026)

Prof. Dr. Silvia Bonacchi ist nach schwerer Krankheit am 1. Juli 2026 in Tonfano (Italien) gestorben. Wir sind tief getroffen von diesem Verlust – und dankbar für all das, was sie viele Jahre lang für die GTA und für die Weiterentwicklung unserer Zeitschrift Gestalt Theory geleistet hat.

Silvia war seit 2011 Mitglied des GTA-Vorstands und seit 2018 Geschäftsführende Herausgeberin der Gestalt Theory. Bereits seit 2007 war sie als Beratende Herausgeberin der Zeitschrift aktiv. Sie brachte bereits damals mit ihrer sprachwissenschaftlichen Dissertation „Die Gestalt der Dichtung. Der Einfluss der Gestalttheorie auf das Werk Robert Musils“ (1998) und weiteren linguistischen und kulturwissenschaftlichen Arbeiten ihre gestalttheoretische Expertise ein. In der Vorstandsarbeit haben wir durch ihre vielfältigen wissenschaftlichen und international-mitmenschlichen Beziehungen viele Impulse zur Vertiefung und Modernisierung der Zusammenarbeit aufnehmen und weiterführen können. Nach ihrer Berufung an die Universität Warschau waren wir mehrfach bei ihr zu Gast bei Symposien. Unvergessen ist die 21. Wissenschaftliche Arbeitstagung der GTA, die sie zusammen mit Jagna Brudzinska an der Universität Warschau und der Polnischen Akademie der Wissenschaften ausgerichtet hat. Sie war auch treibende Kraft für die Verbindung und Intensivierung unserer Kontakte zum italienischen Netzwerk Experimentelle Phänomenologie. Als Geschäftsführende Herausgeberin der Gestalt Theory hat sie, gemeinsam mit Fiorenza Toccafondi und Tiziano Agostini, die organisatorische Neu-Ausrichtung, Internationalisierung und Professionalisierung der Zeitschrift in der veränderten Publikationslandschaft energisch und weitsichtig gestaltet.

Wir haben eine gute Freundin verloren, eine starke Persönlichkeit, exzellente Wissenschaftlerin von internationalem Format, eine warmherzige, großzügige und humorvolle, enthusiastische und mutige Frau, die wir alle sehr vermissen.